19
November
2017

Dr. Google: Vertrauen ältere Menschen Google bald mehr als ihrem Haus·arzt?

Google ist für viele ältere Menschen eine wichtige Informations·quelle. Dem Hausarzt vertrauen sie dennoch mehr.
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von Melinda Melcher

Lektorat: Laura Heidrich | Produktion: Melinda Melcher | Bilder: © Deborah Hutton | Link zur Verwendung | Quelle: sda

Wichtiges aus dem Inland in Kürze:
• Dr. Google gibt nützliche Auskunft. Vertrauen schafft aber der Arzt.
• Der Bundes·rat unterstützt die Motion zur Benennung der Medien∙besitzer nicht.
• Welt·klima·konferenz in Bonn: Ein Regel-Entwurf ist geschafft.
• Der König von Kambodscha ehrt «Beatocello».


DR. GOOGLE

Google ist die bekannteste Such·maschine im Internet. Viele Menschen suchen über Google Informationen. Eine internationale Umfrage hat ergeben: 43 Prozent der Menschen ab 65 Jahren in der Schweiz informiert sich im Internet über das Thema Gesundheit. Das heisst: Fast jeder Zweite Schweizer ab 65 Jahren schaut sich Informationen zur eigenen Gesundheit online an. Einige laden sich auch Informationen herunter. Das hat das Bundes·amt für Gesundheit (BAG) mitgeteilt.

Vertrauen ältere Menschen nun bald dem Internet mehr als ihrem Arzt? Diese Frage hat die Stiftung Commonwealth mithilfe einer Umfrage beantwortet. Die Umfrage fand in elf Ländern statt. Das Ergebnis: Von insgesamt 3200 Befragten aus der Alters·gruppe ab 65 Jahre sind vier von fünf mit ihrem Arzt zufrieden.

Die Menschen haben bei der Umfrage auch angegeben, wie zufrieden sie mit ihrer Gesundheit sind. Dabei belegen die Schweizer vor den Neuseeländern und Norwegern den ersten Platz. Denn fast die Hälfte der befragten Schweizer bezeichnen ihre Gesundheit als «gut». Jeder Dritte sagt: Meine Gesundheit ist «ausgezeichnet» oder «sehr gut». Nur jeder fünfte Schweizer hält seine Gesundheit für «mittel·mässig» oder «schlecht». Im internationalen Vergleich ist die Schweiz damit im Mittel·feld.


MEDIEN

Wem gehören Medien·unternehmen? Das ist nicht immer klar. Die Motion von Phillipp Haddorn (SP/SO) beabsichtigt, dass Medien·unternehmen ihre Besitzer benennen müssen. Das heisst: Die Konsumenten sollen wissen, wer ihre Meinungs·bildung beeinflusst.

Der Bundes·rat empfiehlt aber dem Parlament, diese Motion abzulehnen. Er sagt: Für das Thema haben wir noch keine klare gesetzliche Regelung. Darum will der Bundes·rat in der ersten Jahres·hälfte 2018 ein Gesetz zur Regelung elektronischer Medien erarbeiten. Dieses soll dann Mitte nächsten Jahres in die Vernehmlassung.

Das neue Gesetz schliesst die Presse jedoch aus. Das heisst: Presse·häuser müssen ihre Besitzer nicht benennen. Die Besitzer dürfen geheim bleiben. Die linken Parteien finden das nicht gut. Die linken Parlamentarier sagen: Auch bei Presse·häusern sind die Besitzer nicht immer klar. Und Zeitungen beeinflussen die demokratische Meinungs·bildung doch wesentlich.


WELT·KLIMA·KONFERENZ

Vor zwei Jahren haben viele Staaten das Pariser Klima-Abkommen verabschiedet. Insgesamt 195 Staats·vertreter haben das Abkommen damals unterschrieben. Vom 6. bis 17. November hat in Bonn nun die Welt·klima·konferenz stattgefunden.

195 Staats·vertreter haben dort über die künftige Umsetzung der Klima·schutz-Massnahmen entschieden. Die Vertreter der einzelnen Staaten haben einen Regel-Entwurf erarbeitet.

Bundes·präsidentin Doris Leuthard hat in Bonn gesagt: Ich bin noch nicht zufrieden. Es gibt noch viel zu tun. Und manche Staaten haben bereits besprochene Themen wieder zur Diskussion gebracht. Zum Beispiel: China. Sie machen das, um gewisse Themen wieder neu zu verhandeln. So gibt es aber keinen Fortschritt.

Klima-Regeln: Das Ziel der Staats·vertreter ist es, bis zur nächsten Welt·klima·konferenz die genauen Regeln zum Klima·schutz zu bestimmen. Mit diesen Regeln können die Staaten dann messen: Haben wir die Klima·schutz·ziele erreicht? Oder haben wir sie nicht erreicht? Das heisst: Die Regeln müssen auch die Mess·grössen bestimmen. Zum Beispiel: Die Mess·grössen für den Aus·stoss von verschiedenen Treibhaus·gasen. Ein Ziel des Abkommens ist nämlich, diese zu verringern. Darum müssen die einzelnen Staaten in Zukunft mehr erneuerbare Energien einsetzen.

Doris Leuthard sagt: Bei diesem Regel·projekt dürfen die Staaten nichts mehr verzögern. Dafür haben wir keine Zeit mehr. Denn wir müssen das Klima dringend schützen. Speziell die europäischen Staaten tragen bei diesem Thema eine wichtige Verantwortung.

Die nächste Welt·klima·konferenz findet Ende 2018 in Kattowitz statt. Das ist eine Stadt in Polen.


EHRUNG FÜR «BEATOCELLO»

Beat Richner ist ein berühmter Schweizer Kinder·arzt. In der Schweiz kennen ihn viele auch als «Beatocello». Denn er hat über die Jahre viele Cello·konzerte gegeben.

1992 hat Beat Richner seine Arzt·praxis in Zürich geschlossen. Dann ging er nach Kambodscha. Das ist ein Land in Süd·ost·asien. Dort hat Richner fünf Kinder·spitäler gebaut. Sein erstes Spital hat er 1993 mithilfe von Spenden·geldern gebaut. Um Spenden·gelder für seine Projekte zu sammeln, ist der Kinder·arzt mit seinem Cello «Blondine» durch die ganze Schweiz gereist und vielerorts aufgetreten.

Nun hat der König von Kambodscha Beat Richner für sein Lebens·werk gewürdigt. Das heisst: Er hat ihn zum 25-jährigen Jubiläum seiner Kantha-Bopha-Spitäler ehrenvoll gedankt. Kantha Bopha heisst: Blumen·duft. Der König hat zudem gesagt: Für Kambodscha ist es wichtig, die Spitäler langfristig weiterzuführen.

Beat Richner konnte an der Feier nicht teilnehmen. Denn der Kinder·arzt ist schwer krank. Vor wenigen Monaten ist er zur Pflege in die Schweiz zurück·gekehrt.

+


WÖRTER·BUCH


Parlamentarier
Die Mitglieder des Parlaments heissen Parlamentarier. In der Schweiz entscheiden sie über Vorlagen und Motionen für ein neues Gesetz oder eine Gesetzes·änderung.

Pariser Klima-Abkommen
Ende 2015 haben 195 Staats·vertreter das Pariser Klima-Abkommen verabschiedet. Seit dem 4. November 2016 ist der neue internationale Klima·vertrag in Kraft. Wichtiger Meilen·stein: China und die USA haben das Abkommen unterzeichnet. Doch der jetzige US-Präsident Trump will wieder aussteigen.

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