02
Juli
2017

Gemeinsam sind alle stärker als allein.

Viele Bienen sind im Winter gestorben.
#26
B1 Hohenheimer-Index: 18.31 • ⏲: 5-7 Min.

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von Melinda Melcher

Lektorat: Laura Heidrich | Produktion: Melinda Melcher | Bilder: CC0 1.0 | Quelle: sda

Wichtiges aus dem Inland in Kürze:
• 20 Prozent der Schweizer Bienen∙völker haben den Winter nicht überlebt.
• Seit 45 Jahren sind nie mehr so viele Kinder geboren wie im Jahr 2016.
• Frauen bezahlen einen hohen Preis für die Alters∙vorsorge 2020.
• Die Kantons∙polizeien arbeiten jetzt an den Grenzen zusammen.


BIENEN∙STERBEN

Bern: Fast jedes fünfte Schweizer Bienen∙volk ist im letzten Winter gestorben. Der Grund dafür war hauptsächlich die Varroa∙milbe. Die 1.7 Millimeter kleine Milbe ernährt sich vom Blut der Bienen. Die Biss∙wunden machen die Bienen krank. Durch die Wunden können Viren in den Körper der Bienen gelangen. Die Milbe befällt bereits die jungen Bienen. So wird das Bienen∙volk sehr schwach.

Der Dach∙verband der Bienen∙züchter apisuisse sagt: Insgesamt 20 Prozent der Bienen∙völker haben den Winter nicht überlebt. Bei sieben Prozent ist zunächst die Königin gestorben. Und ohne eine neue Königin ist auch der Rest vom Bienen∙volk gestorben. Die Imker versuchen in solchen Fällen, eine neue Königin in das Bienen∙volk zu setzen. Das klappt aber nicht immer.

Bienen sind wichtige Tiere. Sie bestäuben die Blüte von Pflanzen. Nur bestäubte Pflanzen können Früchte bilden. Deshalb müssen Bienen zum Beispiel die Blüten von Obst∙bäumen bestäuben. Dann können wir später die Früchte von den Obst∙bäumen essen. Deshalb ist das Sterben der Bienen∙völker auch für uns Menschen ein Problem. Denn ohne die Bienen können die Pflanzen keine Früchte bilden. Die Organisation der Vereinten Nationen (UNO) sagt: Die Varroa∙milbe bringt unsere Nahrungs∙grundlage in Gefahr.


MEHR GEBURTEN

Bern: In der Schweiz sind im Jahr 2016 87‘9000 Kinder zur Welt gekommen. So viele wie nie mehr seit 45 Jahren. Die Statistik der Bevölkerungs∙entwicklung zeigt: Im Vergleich zum Jahr 2015 hat die Zahl der Neu∙geborenen um 1.5 % zugenommen.

Das Bundes∙amt für Statistik (BFS) hat Anfang des Jahres gedacht: Dieses Jahr wird es weniger Geburten geben. Denn mehr Neu∙geborene als 2016 hat es zuletzt im Jahr 1972 gegeben. Damals wurden 91‘300 Kinder geboren. In den 1960er Jahren gab es den sogenannten Babyboom. Das heisst: Zu dieser Zeit haben die Menschen besonders viele Kinder bekommen. Der Höhe∙punkt von der Babyboom-Zeit war Mitte der 1960er Jahre. Damals wurden 110'000 Kinder geboren.

Die Statistik für 2016 zeigt auch: Die Zahl der Todesfälle zwischen 2015 und 2016 ist um 2‘600 gesunken. Das sind 3.9 Prozent weniger Todes∙fälle als 2015. 2016 gab es deshalb einen Geburten∙überschuss. Das heisst: Es hab mehr Geburten als Todesfälle. Der Geburten∙überschuss von 2016 beträgt 22‘900. Das ist der höchste Stand seit 25 Jahren. Das Bevölkerungs∙wachstum in der Schweiz steigt immer mehr an. Zum einen durch den Geburten∙überschuss und zum anderen durch die Zuwanderung von Menschen aus anderen Ländern.


REFORM ALTERS∙VORSORGE 2020

Bern: Die Menschen in der Schweiz werden immer älter. Das heisst: Sie beziehen länger Geld aus der Alters- und Hinterlassenen∙versicherung (AHV) und den Pensions∙kassen. Diese Organisationen sind aber nicht darauf vorbereitet. Und sie haben nicht genug Geld. Darum braucht die Schweiz eine Gesetzes∙reform. Das heisst: Die Schweiz muss das Gesetz für die Alters∙vorsorge ändern.

Bei dem jetzigen Gesetz sind vor allem die Frauen im Nachteil. Das Gesetz berücksichtigt zum Beispiel keine Teilzeit∙arbeit. Und ein grosser Teil der Frauen in der Schweiz arbeitet in Teil∙zeit. Auch geschiedene Frauen sind im Nachteil. Der Bundes∙rat schlägt deshalb Korrekturen an der AHV und bei den Pensions∙kassen vor. Und der Bundes∙rat hat auch einige Massnahmen vorgeschlagen. Zum Beispiel will er das Renten∙alter für Frauen von 64 auf 65 erhöhen. Und das neue Gesetz soll den Menschen erlauben, sich zwischen 62 und 70 Jahren pensionieren zu lassen. Das heisst: Die Menschen können mit dem neuen Gesetz selber bestimmen, wann sie in Pension gehen wollen. Am 24. September 2017 stimmt das Schweizer Stimmvolk über die Alters∙vorsorge 2020 ab.

Die Frauen zahlen bei dieser Gesetzes∙reform einen besonders hohen Preis. Sie müssen länger arbeiten und mehr einbezahlen. Die Frauen bezahlen mit dem neuen Gesetz CHF 70 pro Monat mehr als vorher in die AHV ein. Die grossen Frauen∙verbände in der Schweiz sagen dennoch: Ein Ja bei der Abstimmung im September 2017 bringt mehr Vorteile. Die Frauen gewinnen mehr, als sie verlieren, sagt zum Beispiel Barbara Schmid-Federer von der Christlich∙demokratischen Volks∙partei Zürich. Die höhere AHV-Rente wäre auch besonders wichtig für Frauen mit tiefen Einkommen. Denn viele von diesen Frauen haben keine Pensions∙kasse.

Andere Frauen∙dachverbände sagen: Die Möglichkeit sein Renten∙alter zwischen 62 und 70 selber zu bestimmen sei auch ein Vorteil. So können die Frauen Beitrags∙jahre nachholen. Das heisst: Die Frauen können so einige Jahre länger arbeiten. Damit zahlen sie länger in die Pensionskasse ein. Und dann bekommen diese Frauen mehr Geld im Alter.


ZUWANDERUNG

Bern: Die stärkere Zuwanderung schafft Probleme. Die Polizei ist gefordert. Im Kampf gegen unerlaubte Ein∙reisen in die Schweiz arbeiten die Kantons∙polizeien nun zusammen. Sollten mehr Personen unerlaubt einreisen, können die Polizisten an den Grenzen auf die Hilfe ihrer Kollegen aus anderen Kantonen zählen. Das heisst: Im Tessin, Wallis und Graubünden hat es dann 50 Polizisten mehr. Das macht die Grenz∙polizei stärker, sagt Stefan Blättler, Präsident der Konferenz der kantonalen Polizei∙kommandanten (KKPKS).

Der Tessiner Regiergungs∙rat Norman Gobbi sagt dazu: Vor allem in den Sommer∙monaten werden unerlaubte Grenz∙übertritte zunehmen. Die Schweiz ist für viele Menschen als Asyl∙land nicht mehr so beliebt. Trotzdem wird es wohl auch in diesem Jahr wieder zu unerlaubten Grenz∙übertritten kommen. Deshalb haben die Kantons∙polizeien entschieden sich gegenseitig zu unterstützen. Die Polizei bezeichnet das als interkantonalen Polizei∙einsatz (IKAPOL).

+


WÖRTER·BUCH


UNO
UNO ist die Abkürzung für die englische Bezeichnung: United Nations. Zu Deutsch heisst das: Organisation der Vereinten Nationen. In der UNO haben sich 193 Staaten zusammen∙geschlossen. Die wichtigste Aufgabe der UNO ist es, den Welt∙frieden zu sichern. Die UNO kontrolliert auch, ob alle Staaten das Völkerrecht und den Schutz der Menchen∙rechte einhalten.

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