22
Oktober
2017

Welche Parteien wollen die Wähler 2019 im National·rat?

2019 wählt die Schweiz einen neuen National·rat.
#42
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von Laura Heidrich

Lektorat: Melinda Melcher | Produktion: Melinda Melcher | Bilder: © Parlament / Link zur Verwendung | Quelle: sda

Wichtiges aus dem Inland in Kürze:
• Wahl 2019: Wer bekommt Stimmen für den National•rat?
• Immer weniger Flüchtlinge stellen ein Asyl•gesuch in der Schweiz.
• Mehr Ausbildungs•plätze für Jugendliche.
• Der Bundes•rat beschliesst, die Franchisen der Krankenkasse zu erhöhen.


WAHLEN 2019

BERN: In zwei Jahren wählen die Schweizer einen neuen National•rat. Der National•rat regiert immer für vier Jahre. Die letzte Wahl war 2015. Deshalb wählen die Schweizer 2019 einen neuen National•rat.

Der National•rat hat 200 Mitglieder. Jeder Kanton hat abhängig von der Anzahl seiner Bewohner Sitze im National•rat. Jeder Kanton hat aber mindestens einen Sitz. Bei den Wahlen gilt die Verhältnis•wahl. Das heisst: Die Parteien erhalten die Anzahl Sitze entsprechend ihrer erzielten Stimmen. Diese bestimmen somit die Verteilung der Sitze auf die Parteien im National•rat.

Fakt ist: Bei allen Wahlen zählen die Stimmen. Zur Übersicht der Stimmen•verteilung veröffentlicht die Schweizerische Radio- und Fernseh•gesellschaft (SRG) das Wahl•barometer 2019. Eine aktuelle Umfrage zeigt:

Einige Parteien konnten neue Wähler•stimmen gewinnen.
Zum Beispiel:
• Die FDP.Die Liberalen-Partei bekommt in der Umfrage 17.1 Prozent. Das sind 0.7 Prozent mehr als bei der letzten Wahl.
• Die Grünen bekommen in der Umfrage 8.1 Prozent. Das ist 1 Prozent mehr als bei der letzten Wahl.
• Die Grünliberale Partei (GLP) bekommt in der Umfrage 5.4 Prozent. Das sind 0.8 Prozent mehr als bei der letzten Wahl.

Und einige Parteien haben Wähler•stimmen verloren.
Zum Beispiel:
• Die Schweizerische Volkspartei (SVP) hatte bei der letzten Wahl 2015 die meisten Stimmen. In der aktuellen Umfrage kommt sie nur noch auf 28.7 Prozent. Das sind 0.7 Prozent weniger als 2015.
• Die Sozial•demokratische Partei der Schweiz (SP) bekommt in der Umfrage 17.7 Prozent. Das sind 1.1 Prozent weniger als 2015.
• Die Christlich•demokratische Volkspartei (CVP) bekommt in der Umfrage 10.9 Prozent. Das sind 0.7 Prozent weniger als 2015.
• Und die Bürgerlich-Demokratische Partei (BDP) hat am wenigsten Stimmen. In der aktuellen Umfrage kommt sie nur noch auf 3.4 Prozent. Das sind 0.7 Prozent weniger als 2015.


ASYL

BERN: Weniger Menschen stellen ein Asyl·gesuch in der Schweiz. Die Zahl der Asyl·gesuche war zuletzt vor sieben Jahren so niedrig wie 2017. Im September sind die Asyl·gesuche sogar um rund ein Drittel zurückgegangen.

Das Staats·sekretariat für Migration (SEM) sagt: Von Januar bis September haben 13‘916 Menschen ein Asyl·gesuch in der Schweiz gestellt. Das sind fast 4‘000 Asyl·gesuche weniger als 2010.

Damals haben rund 11‘170 Menschen ein Asyl·gesuch gestellt. Dafür gibt es vor allem zwei Gründe: Seit Mitte Juli kommen immer weniger Flüchtlinge über das Mittelmeer. Und die Schweiz ist zudem für viele Flüchtlinge kein Ziel·land. Das heisst: Viele Flüchtlinge möchten lieber in anderen Ländern ein Asyl·gesuch stellen. Darum hat die Schweiz viel weniger Asyl·gesuche als 2010.


LEHR·STELLEN

BERN: Dieses Jahr haben schon 82‘500 Jugendliche eine Berufs·lehre angefangen. Das sind 13 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum in 2016. Ende August waren noch 7000 Ausbildungs·plätze frei. Und 9‘500 Jugendliche haben noch eine Lehr·stelle gesucht.

Das Staats·sekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) sagt: 2017 gibt es 2‘500 Lehr·stellen mehr als 2016. Und wahrscheinlich können die Unternehmen im gesamten Jahr insgesamt 90‘000 Jugendlichen einen Ausbildungs·platz geben. Das sind dann 6.5 Prozent mehr als 2016.


KRANKEN·VERSICHERUNG

BERN: Am Donnerstag ist die Vernehm·lassung zur Revision vom Krankenversicherungs·gesetz abgelaufen. Die Gesundheits·kosten sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Deshalb möchte der Bundes·rat die Franchisen anpassen. Das heisst: Bei steigenden Gesundheits·kosten sollen auch die Franchisen steigen.

Mit dieser Anpassung sind aber nicht alle einverstanden. Die Linke und die Grünen wollen keine Anpassung. Und auch die Schweizerische Konferenz für Sozial·hilfe (SKOS) ist gegen die Anpassung. Sie sagen: Wenn die Franchisen steigen, dann steigen auch die Sozialhilfe·kosten. Und die Versicherten haben insgesamt höhere Kosten.

Die Rechte und die Kranken·versicherer möchten die Franchisen trotzdem anpassen. Das heisst: Sie wollen den aktuellen Mindest·betrag von CHF 300 erhöhen. Grund: Die tatsächlichen Gesundheits·kosten sind 12-mal so hoch wie die gedeckten Kosten. Das heisst: Die Menschen machen den Versicherungen 12-mal höhere Kosten durch ihre Krankheiten, als sie durch ihre Franchisen bezahlen. Wenn diese Kosten noch höher werden, will der Bundes·rat die Franchisen 50 Franken teurer machen. Deshalb erhöht der Bundes·rat die Franchisen wahrscheinlich 2020 das erste Mal. Dann kostet der Mindest·betrag für Erwachsene 350 Franken.

+


WÖRTER·BUCH


Wahl·barometer
Ein Wahl·barometer soll Menschen bei ihrer Wahl·entscheidung helfen. Für dieses Wahl·barometer hat die Schweizerische Radio- und Fernseh·gesellschaft (SRG) viele Schweizer gefragt: Welche Partei möchten Sie in den National·rat wählen? Die erhaltenen Antworten trägt die SRG dann in das Wahl·barometer ein. Dann können die Wähler sehen, wie viele Wähler·stimmen die einzelnen Parteien bei der Wahl wahrscheinlich bekommen. Das kann den Wählern bei ihrer eigenen Entscheidung helfen.

Franchisen
Die Franchise ist die festgelegte Jahres·beteiligung an den persönlichen Gesundheits·kosten bei der Kranken·versicherung. Die Franchise für Erwachsene ist zurzeit mindestens 300 Franken. Das heisst: 300 Franken müssen alle Versicherten für ihre Gesundheits·kosten selber bezahlen. Mögliche Gesundheits·kosten sind zum Beispiel die Kosten für einen Arzt·besuch. Die Franchise können Versicherte jährlich selber anpassen. Das heisst: Sie können sie erhöhen oder bis CHF 300 verringern. Mit hohen Franchisen sparen die Versicherten bei den monatlichen Krankenkassen-Prämien.

Schweizerische Konferenz für Sozial·hilfe (SKOS)
Alle Kantone sind Mitglied in der SKOS. Die SKOS setzt sich für eine gerechte Sozial·hilfe in der Schweiz ein.

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